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Black Tea Bonfire

Technische Grundlagen, Modellvarianten und belegte Wartungsspuren zur Black Tea Bonfire.

62 Abschnitte
Wiki-ArtikelStartartikel · offen für Ergänzungen

Überblick

Diese Seite sammelt die wichtigsten technischen Anlaufpunkte zur Black Tea Bonfire. Sie ist eine unabhängige redaktionelle Aufbereitung und keine aktuelle Herstellerfreigabe. Historische Angaben können je nach Baujahr, Ausstattung und Fahrzeugvariante abweichen.

Für die Einordnung sollte vor jeder Bestellung oder Reparatur zuerst die genaue Variante aus den Fahrzeugunterlagen notiert werden: Bonfire S, E oder X, Baujahr sowie sichtbare Unterschiede bei Akku, Bremse, Rädern, Steckern und Anzeige. Eine Geschwindigkeitsklasse oder der Name „Bonfire“ allein identifiziert nicht alle verbauten Komponenten.

Welche Bonfire-Unterlagen passen zu meinem Motorrad?

Die technische Tabelle weiter unten trennt S, E und X. Die nummerierten Fahrzeug-, Akku- und Displaybilder dieses Artikels zeigen dagegen die Bonfire X; sie sind keine Bauteilfreigabe für S oder E. Vergleiche die Beschriftung deines Fahrzeugs mit dem lokal gesicherten Bonfire-Handbuch, bevor du Angaben auf eine andere Variante überträgst.

Deine FragePassender Einstieg
Welche technischen Angaben unterscheiden S, E und X?[Variantentabelle und gemeinsame Eckdaten](#technische-eckdaten)
Welches Teil brauche ich und was muss ich vergleichen?Ersatzteil identifizieren und Passform klären
Der Akku wird nicht erkanntFehlerbild und Grenzen der Akku-Prüfung
Welche Angaben braucht eine Werkstatt?Reparatur-Steckbrief vorbereiten

Die Links trennen technische Dokumentation, Ersatzteilsuche und konkrete Reparaturanfrage. Angaben zu Insolvenz, Bestellungen und Forderungen stehen in der Insolvenz-Hilfe, nicht in den historischen technischen Tabellen.

Motorrad-Übersicht

Die folgende Übersicht zeigt die Black Tea Bonfire X mit nummerierten Markierungen. Sie soll die wichtigsten sichtbaren Baugruppen direkt am Motorrad erklären und die Orientierung bei Ersatzteilsuche, Wartung und Reparaturanfragen erleichtern.

Nummerierte Bauteilübersicht der Black Tea Bonfire X in Seitenansicht

Bauteil-Legende

Nr.Bauteil
1Sitz
2Halterung für Beifahrer
3Rück- und Bremslicht
4Hintere Blinker
5Nummernschildhalterung
6Elektrischer Nabenmotor
7Position des EPA-Labels (USA)
8Seitenständer
9Fußstützen
10Batterie-Box
11Position des Typenschilds
12Position der FIN
13Seitenspiegel
14Display
15Scheinwerfer
16Noch nicht sicher zugeordnet
17Lenkradschloss
18Ventil

Die Grafik markiert zusätzlich die Nummer 16. Dafür liegt uns noch keine sichere Bezeichnung vor; die Zuordnung bleibt offen, bis sie anhand des Originaldokuments oder einer eindeutigen Fahrzeugaufnahme bestätigt ist.

Batterie-Box und Akkuaufnahme

Die Aufnahme zeigt die geöffnete Batterie-Box der Black Tea Bonfire X mit den nummerierten Bereichen rund um Akkus, Anschlüsse und Abdeckung.

Geöffnete Batterie-Box der Black Tea Bonfire X mit nummerierten Akku- und Anschlussbereichen

Batterie-Box-Übersicht

Markierung im BildBereich
1Batterie-Sicherung
3 – erstes FachErstes Batteriefach
3 – zweites FachZweites Batteriefach
2Anschluss ans Fahrzeug
4Batteriekastenschloss

Kennzeichnungen und Seriennummern

Fahrzeug-Identifikationsnummer (FIN)

Die FIN beziehungsweise Fahrgestellnummer ist eine 17-stellige gesetzliche Kennung. Sie ist am Steuerrohr des Rahmens eingeprägt und zusätzlich auf dem vorgeschriebenen Typenschild angegeben. Die Nummer darf nicht verändert, überdeckt oder entfernt werden.

Seriennummern von Batterie, Motor und Controller

  • Batterie: Die Seriennummer steht direkt auf dem Akku. Bei eingebauter Batterie ist sie nicht sichtbar.
  • Motor: Die Seriennummer ist auf der linken Seite des Motorgehäuses lasergraviert und von außen sichtbar.
  • Controller: Die Seriennummer befindet sich auf der Oberseite des Gehäuses. Sie wird sichtbar, wenn eine Seitenabdeckung abgenommen ist.

Typenschild

Die europäischen und US-amerikanischen Typenschilder befinden sich auf der rechten Seite des Unterrohrs. Die Aufkleber enthalten wichtige Fahrzeugangaben und dürfen weder verändert noch entfernt werden.

Bedienelemente am Lenker

Hier erklären wir die wichtigsten Bedienelemente am Lenker der Black Tea Bonfire X.

Bedienelemente am Lenker und Display der Black Tea Bonfire X mit nummerierten Schaltern und Anzeigen

Bedienelemente und Funktionen

Nr.Bedienelement
1Fernlicht
2Abblendlicht
3Blinker
4Hupe
5Einstelltaste
6Auswahltaste
7Kontrollleuchte & USB-Anschluss
8Kill Switch
9Starter
10Fahrmodi-Schalter

Display

Auf dem Display kannst du den SOC (Ladezustand), den gewählten Fahrmodus, die Geschwindigkeit, den Kilometerstand und die Uhrzeit ablesen. Die einzelnen Anzeigen und Kontrollleuchten sind in der folgenden Übersicht beschriftet. Bei der Interpretation des Ladezustands solltest du immer die genaue Fahrzeugvariante und den tatsächlichen Ladezustand der angeschlossenen Batterien berücksichtigen.

Display-Übersicht

Die Grafik erklärt die wichtigsten Anzeigen, Kontrollleuchten und Bedientasten des Bonfire-X-Displays.

Display-Übersicht der Black Tea Bonfire X mit Anzeigen, Kontrollleuchten und Bedientasten
Anzeige oder FunktionBedeutung
GesamtkilometerGesamter Kilometerstand des Motorrads
TageskilometerKilometerstand der aktuellen Fahrt beziehungsweise Tagesstrecke
UhrzeitAnzeige der eingestellten Uhrzeit
EinstellenTaste zum Einstellen beziehungsweise Ändern von Anzeigeoptionen
AuswahlTaste zum Wechseln zwischen Anzeigeoptionen
TachometerAnzeige der aktuellen Geschwindigkeit
BatteriespannungAktuell angezeigte Batteriespannung
BatteriestandAnzeige des verfügbaren Batterieladezustands
Linker BlinkerKontrollleuchte für den linken Blinker
Rechter BlinkerKontrollleuchte für den rechten Blinker
StandlichtKontrollleuchte für das eingeschaltete Standlicht
FernlichtKontrollleuchte für das eingeschaltete Fernlicht
FahrmodusAnzeige des ausgewählten Fahrmodus

Bedienung des Displays

Die untere linke Taste am Display ist die Auswahltaste. Die obere linke Taste ist die Einstelltaste. Welche Anzeige gerade ausgewählt ist, erkennst du an der jeweiligen Darstellung im Display.

Uhrzeit einstellen

Bei älteren Fahrzeugständen wird die Uhr angehalten, sobald die Bonfire ausgeschaltet wird. So stellst du die Uhrzeit ein:

  1. Schalte die Bonfire aus.
  2. Halte die Einstelltaste gedrückt und schalte die Bonfire anschließend ein. Sobald das Display startet, beginnen die Minuten zu blinken.
  3. Lasse die Einstelltaste los. Mit einem kurzen Druck auf die Einstelltaste erhöhst du die Minuten jeweils um eine Einheit.
  4. Drücke die Auswahltaste, um zur Stundenanzeige zu wechseln, und stelle die Stunden anschließend mit der Einstelltaste ein.
  5. Drücke zum Abschluss noch einmal die Auswahltaste. Das Display kehrt in den normalen Betriebsmodus zurück.

Bei Bonfires, die ab April 2023 ausgeliefert wurden, kann die Uhr auch bei ausgeschaltetem Motorrad weiterlaufen. Dafür müssen die Batterien eingeschaltet bleiben.

Tageskilometerzähler zurücksetzen

Wenn das Display eingeschaltet ist, kannst du den Tageskilometerzähler zurücksetzen, indem du die Einstelltaste etwa drei Sekunden lang gedrückt hältst. Der Gesamtkilometerstand wird dabei nicht gelöscht.

USB-Anschluss

Als Zusatz kann ein USB-Anschluss im Bereich vor beziehungsweise unterhalb des Displays nachgerüstet werden, um ein Smartphone zu laden. Schalte zuerst die Bonfire und anschließend den USB-Anschluss ein. Danach kannst du das Smartphone mit einem passenden Ladekabel verbinden.

Funkschlüssel-Übersicht

Der Funkschlüssel verfügt über vier markierte Bereiche. Die Tastenfunktionen sollten immer mit dem konkreten Schlüssel und Fahrzeugstand abgeglichen werden.

Funkschlüssel-Übersicht der Black Tea Bonfire X mit Sperr-, Entsperr- und Rücktaste
  • A: Sperrtaste
  • B: Griff
  • C: Entsperrtaste
  • D: Rücktaste

Fahrzeugbetrieb

Bereite deine Bonfire vor

Vor dem Start sollten Akkus, Batterie-Box, Schlösser und Schalter in der richtigen Reihenfolge geprüft werden.

  1. Wenn du zwei Akkus verwendest, sollten beide ungefähr gleich vollgeladen sein. Schalte beide Akkus zunächst aus, damit beim Anschließen möglichst keine Funken entstehen.
  2. Setze zuerst einen Akku ein und verbinde ihn mit dem Motorrad. Setze anschließend den zweiten Akku ein und verbinde auch ihn mit dem Motorrad.
  3. Schiebe die Batteriesicherung nach unten und schalte anschließend beide Akkus ein.
  4. Drücke die Tür der Batterie-Box leicht gegen die Dichtung. Danach kannst du das Schloss schließen, indem du es nach links drehst.
  5. Prüfe, ob das Lenkradschloss und alle anderen verwendeten Schlösser entriegelt sind.

Bonfire starten

  1. Drücke einmal die Entsperrtaste (C), um eine möglicherweise aktive Alarmanlage auszuschalten.
  2. Drücke zweimal die Rücktaste (D).
  3. Wenn Display und Beleuchtung eingeschaltet sind, klappe den Seitenständer ein und setze dich auf das Motorrad.
  4. Prüfe, ob der Kill Switch eingeschaltet ist, und drücke den Starter.
  5. Sobald der Fahrmodus auf dem Display erscheint, ist die Bonfire aktiv und du kannst losfahren. Falls sie nicht startet, muss der Seitenständer vollständig eingeklappt sein.
  6. Nach dem Anhalten kann weiterhin „Active“ im Display angezeigt werden. Diese Anzeige erinnert dich daran, dass das Motorrad noch eingeschaltet ist.

Fahrt beenden und Bonfire sichern

  1. Klappe den Seitenständer aus und prüfe, ob die Bonfire stabil steht.
  2. Drücke zum Ausschalten einmal die Entsperrtaste (C). Display und Beleuchtung sollten anschließend ausgehen.
  3. Wenn die Akkus im Motorrad bleiben, kannst du die Alarmanlage mit einem Druck auf die Sperrtaste (A) aktivieren.
  4. Zum Schutz vor Diebstahl empfehlen wir, die Akkus nach Möglichkeit herauszunehmen. Drücke dazu leicht gegen die seitliche Tür der Batterie-Box und drehe das Schloss nach rechts.
  5. Schiebe die Batteriesicherung nach oben, trenne die Verbindung zum Fahrzeug und ziehe die Akkus vorsichtig heraus.
  6. Schließe die Bonfire anschließend vollständig ab.

Batterie und Laden

Batterie entnehmen

Während des Ladevorgangs darfst du mit der Bonfire nicht fahren. Stelle das Motorrad deshalb sicher und standsicher ab, bevor du eine Batterie entnimmst.

  1. Öffne die Batterie-Box mit dem Schlüssel. Auf ebenem Untergrund sollte die Klappe geöffnet bleiben.
  2. Schalte die Batterie über den Ein-/Ausschalter an der Oberseite aus.
  3. Trenne die Batterie vom Motorrad.
  4. Schiebe die Batteriesicherung nach oben.
  5. Ziehe die Batterie vorsichtig am vorgesehenen Griff aus dem Fahrzeug.

Behandle die Batterie immer vorsichtig. Wenn sie heruntergefallen ist, prüfe sie auf Risse, Verformungen, austretende Flüssigkeit oder andere Schäden. Eine beschädigte oder auffällige Batterie darf nicht weiterverwendet oder geladen werden; wende dich an Black Tea Motorbikes beziehungsweise eine qualifizierte Fachwerkstatt.

Batterie aufladen

Stelle die Batterie zum Laden an einen trockenen, gut belüfteten und sicheren Ort. Verbinde zuerst das Ladegerät mit der Steckdose und anschließend mit der Batterie. Das Ladegerät kann während des Betriebs hörbar arbeiten.

Beim Anschließen wechselt die Anzeige am Ladegerät normalerweise von Grün auf Rot. Sobald der Ladevorgang abgeschlossen ist, leuchtet sie wieder grün. Die Batterie muss während des Ladevorgangs eingeschaltet sein. Lade nur eine unbeschädigte, trockene und nicht ungewöhnlich warme oder kalte Batterie.

Für die Einordnung des Ladezustands und der Anzeige hilft die [Display-Übersicht](#display-ubersicht) weiter. Bei Unsicherheit zur Batterie oder zum Ladegerät gilt die Dokumentation der konkreten Fahrzeugvariante.

Batterie wieder einsetzen

  1. Vergewissere dich, dass die Batterie ausgeschaltet ist.
  2. Setze sie vorsichtig in das Batteriefach ein und verbinde sie mit dem Motorrad.
  3. Schiebe die Batteriesicherung nach unten.
  4. Schalte die Batterie ein.
  5. Schließe und verriegle die Batterie-Box.

Vermeide Funken an den Steckkontakten, indem du die Batterie vor dem Verbinden ausschaltest. Wiederholte Funken können die Stecker mit der Zeit abnutzen oder beschädigen. Wenn ein Stecker heiß wird, verschmort riecht oder sichtbar beschädigt ist, darfst du ihn nicht weiterverwenden.

Besitz und Betrieb

Werkzeuge

Für Wartungsarbeiten an der Bonfire solltest du hochwertiges Werkzeug verwenden und sorgfältig arbeiten. Wenn du eine Arbeit nicht sicher selbst durchführen kannst oder möchtest, überlasse sie einer Person mit entsprechender Erfahrung oder einer qualifizierten Fachwerkstatt.

Für die üblichen Prüf- und Wartungsarbeiten empfiehlt Black Tea Motorbikes folgende Grundausstattung:

Arbeiten an Bremsen, Batterie, elektrischen Leitungen und Anschlüssen gehören nur in erfahrene Hände. Verwende ein Messgerät niemals an einem Anschluss, dessen Spannung oder Belegung du nicht sicher kennst.

Wartung und Reinigung

Regelmäßige Pflege hilft, die Bonfire in gutem Zustand zu halten und ihre Lebensdauer zu verlängern. Reinige das Motorrad möglichst nach der Fahrt und orientiere dich zusätzlich an der Checkliste unter [Regelmäßige Inspektion und Wartung](#regelmassige-inspektion-und-wartung).

Schalte die Bonfire vor der Reinigung aus und stelle sie standsicher ab. Verwende niemals einen Hochdruckreiniger oder einen Wasserschlauch: Wasser unter Druck kann elektrische Komponenten und Dichtungen beschädigen. Reinige das Fahrzeug stattdessen vorsichtig mit wenig Wasser, einem Tuch und einer weichen Bürste.

Kontrolliere das Motorrad regelmäßig auf Rostbildung. Die Rostvorsorge und der Schutz vor Korrosion liegen in der Verantwortung des Fahrzeughalters.

Lagerung

Wenn die Bonfire längere Zeit steht, solltest du sie nach Möglichkeit mindestens einmal im Monat bewegen und die beweglichen sowie elektrischen Komponenten im Blick behalten. Lagere das Motorrad in einem geschlossenen, trockenen und gut belüfteten Raum. Schütze es vor direkter Sonneneinstrahlung, damit Materialien nicht unnötig altern oder ausbleichen.

Lagere die Bonfire nie mit vollständig leerer Batterie. Für eine längere Standzeit sollte der Akku auf mindestens 50 % geladen sein. Die Bonfire sollte nicht bei Temperaturen unter 10 °C gelagert werden. Wenn ein wärmerer Abstellort für das Motorrad nicht möglich ist, entnimm die Batterie und lagere sie geschützt im Haus.

Hohe Luftfeuchtigkeit begünstigt Rostschäden. Achte deshalb auf trockene Raumluft und ausreichende Belüftung und lagere die Batterie nur an einem geeigneten, sicheren Ort.

Alarmanlage und Lenkradschloss

Wenn die Batterien im Motorrad bleiben, kannst du die Alarmanlage mit einem Druck auf die Sperrtaste (A) aktivieren. Wird das Fahrzeug bewegt, kann der Alarm ausgelöst und das Hinterrad blockiert werden. Zum Ausschalten drückst du einmal die Entsperrtaste (C). Zusätzlich empfiehlt sich ein externes, für Motorräder geeignetes Schloss.

Wenn du die Bonfire im öffentlichen Raum abstellst, schalte sie aus, entnimm nach Möglichkeit die Batterien, verriegle den Lenker und nimm den Schlüssel mit. Das Lenkradschloss sitzt unter der Gabelbrücke zwischen den Gabeln. Drehe den Lenker vollständig nach links, stecke den Schlüssel in das Schloss auf der rechten Seite und drehe ihn, bis der Lenker einrastet. In dieser Position lässt sich die Bonfire nicht wegfahren.

Unfall

Untersuche die Bonfire nach einem Unfall auf sichtbare und mögliche strukturelle Schäden. Achte besonders auf Rahmen, Gabel, Lenker, Räder, Bremsen, Batterie-Box und elektrische Leitungen.

Wenn du Schäden feststellst oder das Fahrverhalten verändert ist, beende die Fahrt sofort und sichere das Motorrad. Fahre erst weiter, wenn die Bonfire von einer qualifizierten Fachkraft geprüft und freigegeben wurde.

Gut zu wissen

Diese Praxishinweise fassen wichtige Besonderheiten der Bonfire zusammen. Sie ergänzen die Bedienabläufe und ersetzen keine Prüfung am konkreten Fahrzeug oder die geltenden Sicherheitshinweise.

Bremsen

Bei der Bonfire liegen beide Bremshebel am Lenker; eine zusätzliche Fußbremse gibt es nicht. Der linke Hebel betätigt die kombinierte Hinterrad- und Vorderradbremse. Die Vorderradbremse wird mit dem rechten Hebel bedient.

Fahrmodi-Schalter

Mit dem Fahrmodi-Schalter kannst du während der Fahrt zwischen den drei Leistungsstufen 1, 2 und 3 wechseln. Wähle immer eine Stufe, die zu deiner Erfahrung, der Strecke und den aktuellen Bedingungen passt. Neue Fahrer sollten zunächst mit Modus 1 beginnen, um sich an das Motorrad und das Fahrverhalten eines Elektroantriebs zu gewöhnen.

Leistungsmodus 1 – Eco

Der Eco-Modus ist für die ersten Fahrten besonders geeignet. Er bietet eine sanfte Beschleunigung und begrenzt die Höchstgeschwindigkeit auf etwa 65 km/h.

Leistungsmodus 2 – Normal

Der Normal-Modus verbindet eine gute Beschleunigung mit einer Höchstgeschwindigkeit von etwa 80 km/h und eignet sich damit beispielsweise für Landstraßen.

Leistungsmodus 3 – Sport

Im Sport-Modus stehen die verfügbaren Fahrleistungen weitgehend ohne zusätzliche Begrenzung zur Verfügung. Je nach Fahrzeugstand sind rund 100 km/h und eine deutlich kräftigere Beschleunigung möglich. Fahre auch in diesem Modus nur innerhalb deiner persönlichen Komfort- und Sicherheitsgrenze.

Regeneratives Bremsen

Wenn du den Gasgriff loslässt, kann die Bonfire eine regenerative Bremsung einleiten. Dabei wird das Motorrad verzögert und ein Teil der Bewegungsenergie in die Batterie zurückgeführt. Verlasse dich darauf niemals als alleinige Bremse: Bei vollständig geladener Batterie oder je nach Fahrsituation kann die Wirkung geringer oder unzuverlässig sein. Verwende die normale Betriebsbremse weiterhin vorausschauend und mit der nötigen Vorsicht.

Seitenständer

Der Seitenständer lässt sich auch im Sitzen ausklappen. Sobald er ausgeklappt ist, unterbricht ein Sicherheitsschalter die Stromzufuhr zum Motor; mit ausgeklapptem Seitenständer fährt die Bonfire nicht.

Spiegel

Die Spiegel lassen sich über ihr Gelenk ausrichten. Sie werden mit einem gegenläufigen Schraubensystem am Lenker befestigt: Setze sie in das passende Gewinde ein, drehe sie fest, richte sie aus und ziehe anschließend die Sicherungsmutter an. Prüfe vor jeder Fahrt, ob beide Spiegel sicher sitzen und ein ausreichendes Sichtfeld bieten.

Batterieschaltung

Bei einer Bonfire X müssen beide Batterien angeschlossen sein, damit das Motorrad starten kann. Beide Akkus sollten denselben Ladezustand haben, damit die Ladeanzeige korrekt bleibt. Weicht der Ladezustand deutlich ab, kann das Fahrzeug möglicherweise schon bei einem angezeigten Stand von etwa 40 % abschalten. Lade deshalb beide Batterien möglichst gleichzeitig mit den dafür vorgesehenen Ladegeräten.

Bei einer Bonfire S oder Bonfire E wird dagegen nur eine Batterie angeschlossen. Prüfe immer zuerst die genaue Fahrzeugvariante und die dazugehörige Dokumentation.

Motorkontrollleuchte

Die orange Motorkontrollleuchte neben dem Zündschloss sollte beim Einschalten der Bonfire etwa zwei Sekunden lang aufleuchten und anschließend erlöschen. Bleibt sie an, weist das auf eine mögliche Störung im elektrischen Antriebsstrang hin. Nach einem erkannten Fehler kann die Leuchte außerdem noch mindestens drei weitere Fahrten aktiv bleiben, bevor sie wieder erlischt.

Mögliche Ursachen sind eine zu niedrige Batteriespannung, ein überhitzter Motor oder Controller sowie ein Fehler am elektrischen Gasgriff. Bei anhaltender Anzeige, ungewöhnlichem Fahrverhalten oder einer deutlichen Leistungseinbuße solltest du die Fahrt sicher beenden und die Ursache fachkundig prüfen lassen.

Notbetrieb

Im Notbetrieb leuchtet die Motorkontrollleuchte und die Bonfire fährt spürbar langsamer. Das Drehmoment und damit die verfügbare Leistung werden reduziert, um Akku und Antrieb zu schützen.

Batterieunterspannung: Liegt die Batteriespannung außerhalb des normalen Bereichs, zum Beispiel bei einem weitgehend entladenen Akku, wird die Leistung begrenzt. So soll eine schädliche Tiefentladung vermieden werden.

Überhitzter Controller: Wird der Controller zu heiß, reduziert das System die Leistung schrittweise. Stelle das Motorrad sicher ab und gönne dem Controller eine Pause zum Abkühlen.

Überhitzter Motor: Auch bei zu hoher Motortemperatur wird die Leistung allmählich zurückgenommen. Fahre nicht mit reduzierter Leistung weiter, wenn die Ursache unklar ist, sondern lasse den Motor zunächst abkühlen.

Batterietemperatur: Sehr hohe oder niedrige Temperaturen können den Akku belasten. Um Schäden zu vermeiden, sollte die Bonfire bei Außentemperaturen unter 2 °C oder über 35 °C möglichst in geschützten Innenräumen bleiben. Bei auffälliger Wärme, Geruch oder Beschädigung den Akku nicht weiter betreiben und fachkundig prüfen lassen.

Technische Eckdaten

Die Bonfire gibt es in den Varianten S, E und X. Die variantenspezifischen Werte stehen getrennt nebeneinander; gemeinsame Angaben werden nur einmal aufgeführt. Reichweite und Fahrleistungen können je nach Fahrmodus, Beladung, Temperatur, Strecke und Akkuzustand abweichen. Die Angaben ersetzen nicht die Prüfung am konkreten Fahrzeug und der zugehörigen Fahrzeugdokumentation.

Allgemeine Fahrzeugspezifikationen

SpezifikationBonfire SBonfire EBonfire X
Antriebsstrang5 kW PSM-Nabenmotor5 kW Nabenmotor5 kW PSM-Nabenmotor
FahrmodiEco / Normal / SportEco / Normal / SportEco / Normal / Sport
Reichweite (Eco / Normal / Sport)75 / 55 / 40 km110 / 80 / 50 kmNicht angegeben
Höchstgeschwindigkeit45 km/h80 km/h99 km/h
Akku-TypHerausnehmbarer 52-V-Lithium-Ionen-AkkuHerausnehmbarer 52-V-Lithium-Ionen-AkkuZwei herausnehmbare 52-V-Lithium-Ionen-Akkus
Anzahl der Batterieplätze112
DiebstahlschutzLenkradschloss und AlarmanlageLenkradschloss und AlarmanlageLenkradschloss und Alarmanlage

Gemeinsame Fahrzeugspezifikationen

SpezifikationHerstellerangabe
Vorderradgabel / FederungHochbelastbare Aluminium-Gabel
Hintere AufhängungZwei einstellbare Stoßdämpfer, 335 mm
Abmessungen (L × B × H)1.900 × 700 × 1.250 mm
Radstand1.300 mm
Zulässiges Gesamtgewicht260 kg
Gesamtgewicht mit zwei Batterien110 kg
Trockengewicht ohne Batterie87 kg

Die Gewichtsangaben beziehen sich auf die im Datensatz genannte Konfiguration. Separate Gewichtsangaben für jede Variante sind dort nicht ausgewiesen.

Elektronik-Spezifikationen

SpezifikationBonfire SBonfire EBonfire X
GasgriffDOMINO Hall, IP66-wasserdichtDOMINO Hall, IP66-wasserdichtDOMINO Hall, IP66-wasserdicht
Batterie-Spannungsbereich44–58,8 V44–58,8 V88–117,5 V
Batterieabmessungen310 × 220 × 100 mm310 × 220 × 100 mm310 × 220 × 100 mm je Batterie
Batteriegewicht11,5 kg11,5 kg11,5 kg je Batterie
Batteriekapazität1,8 kWh1,8 kWh1,8 kWh je Batterie
Nennstrom70 A70 A70 A
Spitzenstromca. 80 Aca. 80 Aca. 80 A
Ladestrom10 A10 A10 A je Ladegerät
Ladegerät-Ausgang10 A bei 58,8 V Gleichspannung10 A bei 58,8 V Gleichspannung10 A bei 58,8 V Gleichspannung je Ladegerät
Ladezeit80 % Ladung in etwa 3 Stunden80 % Ladung in etwa 3 Stunden80 % Ladung in etwa 3 Stunden je Batterie
Batteriezellen3,7-V-Lithium-Ionen-Zellen, NCM 186503,7-V-Lithium-Ionen-Zellen, NCM 186503,7-V-Lithium-Ionen-Zellen, NCM 18650
Konfiguration des Akkupacks14S12P14S12P14S12P je Batterie
Batterie-Management-System (BMS)Zellbalancierung, Überlade- und ÜberentladeschutzZellbalancierung, Überlade- und ÜberentladeschutzZellbalancierung, Überlade- und Überentladeschutz
BatterieanschlussQS8-S-Steckverbinder mit WiderständenQS8-S-Steckverbinder mit WiderständenQS8-S-Steckverbinder mit Widerständen je Batterie
Lebensdauer der BatterieFür 800 Ladezyklen ausgelegtFür 800 Ladezyklen ausgelegtFür 800 Ladezyklen je Batterie ausgelegt

Motor und Controller

SpezifikationBonfire SBonfire EBonfire X
MotortypPSM (50H)3.000-W-NabenmotorPSM (50H), 5 kW
Maximales Drehmoment190 Nm150 Nm150 Nm
Nennleistung3 kW bei 450 U/min3 kW bei 500 U/min5 kW bei 900 U/min
Spitzenleistung5 kW bei 500 U/min4 kW bei 600 U/min8 kW bei 960 U/min
Motor-Controller-TypElektronischer Sinuswellenregler (BLDC)Elektronischer Sinuswellenregler (BLDC)Elektronischer Sinuswellenregler (BLDC)
Controller-UmweltschutzIP66IP66IP66
Motor-UmweltschutzIP54IP54IP54
MotortemperaturschutzThermische Sonde gegen ÜberhitzungThermische Sonde gegen ÜberhitzungThermische Sonde gegen Überhitzung

Der Controller bietet unter anderem regeneratives Bremsen, Hardware-Schutz gegen Überstrom und Überspannung, eine LED-Fehleranzeige sowie Wärme- und Stromabsenkung. Bei Unterspannung der Batterie kann er die Leistung reduzieren oder eine Schutzabschaltung auslösen. Das Aluminiumgehäuse unterstützt die Wärmeableitung. Der Kabelbaum ist vollständig isoliert und mit wasserfesten Steckern für Kraftfahrzeuge ausgeführt.

Bremsenspezifikationen

Die Bremsdaten gelten für Bonfire S, Bonfire E und Bonfire X gemeinsam.

SpezifikationHerstellerangabe
BremssystemHydraulische CBS-Scheibenbremse
Vorderrad-Bremsscheibe265 mm Durchmesser, 3 mm Stärke
Hinterrad-Bremsscheibe180 mm Durchmesser, 3 mm Stärke
BremsflüssigkeitDOT 4
VorderradbremssattelDrei-Kolben-Bremssattel
HinterradbremssattelDoppel-Kolben-Bremssattel
BremsbelägeAsbestfreies Material

Räder- und Reifenspezifikationen

Die folgenden Reifendaten gelten für Bonfire S, Bonfire E und Bonfire X. Straße und Offroad sind getrennte Reifenoptionen und dürfen nicht ohne Prüfung der Fahrzeugvariante, Felge, Traglast und Zulassung vermischt werden.

SpezifikationStraßenoptionOffroad-Option
Felgengröße vorne1,85 × 18 Zoll1,85 × 18 Zoll
Felgengröße hinten2,15 × 18 Zoll2,15 × 18 Zoll
ReifenkonfigurationSpeichenfelge, Felgenband, Schlauch und ReifenSpeichenfelge, Felgenband, Schlauch und Reifen
ReifenherstellerHeidenauHeidenau
ReifenmodellK60K36
Reifengröße vorne90/90–183.50–18
Reifengröße hinten110/80–18110/80–18
Tragfähigkeit52 (200 kg)52 (200 kg)
GeschwindigkeitsklasseS (180 km/h)P (150 km/h)
DOT-SicherheitscodeDOT N6YX CB2RDOT N6YX CB2R

Die lokale Bonfire-Handbuchspur bleibt als ergänzende Quelle für Bedienung, Ladegerät, Reifendruck und Wartung erhalten. Die variantenspezifischen technischen Eckdaten stehen ausschließlich in den Übersichten oben.

Ergänzende Handbuchhinweise

Reifenhinweis zur Offroad-Variante

Die Reifendimensionen der Bonfire X stehen bereits oben. Als ergänzende Handbuchspur ist zusätzlich eine Offroad-Variante mit folgendem Reifen dokumentiert:

  • K36 3.50-18 62S vorne beziehungsweise für die Offroad-Variante

Das ist eine variantenspezifische Dokumentationsspur und keine pauschale Freigabe. Vor dem Kauf müssen Felge, Traglast, Geschwindigkeitsindex, Baujahr, Fahrzeugvariante und die geltenden Zulassungsbedingungen abgeglichen werden. Die passenden Recherchetreffer stehen beim Ersatzteil Reifen-Upgrade.

Ladegerät und Ladeanschluss

In der archivierten Bonfire-Produktspur werden 58,8 V sowie Ladevarianten mit 5 A, 10 A und 20 A genannt. Ein XLR-Ladeanschluss ist für bestimmte Konfigurationen dokumentiert. Daraus lässt sich kein beliebiges Ladegerät ableiten: Pinbelegung, Ladekennlinie, Stecker-Geschlecht und Akku-Freigabe müssen am konkreten Fahrzeug geprüft werden.

Beschädigte, ungewöhnlich warme oder gefrorene Akkus dürfen nicht geladen werden. Arbeiten am Akku, BMS oder Hochvoltsystem gehören in qualifizierte Hände. Die ausführliche Quellen- und Sicherheitsbasis steht in der Quellenübersicht.

Wartung und Fehlersuche

Regelmäßige Inspektion und Wartung

Als Besitzer bist du dafür verantwortlich, den Zustand deiner Bonfire im Blick zu behalten. Prüfe das Motorrad vor jeder Fahrt und achte auch danach auf neue Schäden, lose Teile, ungewöhnliche Geräusche oder Flüssigkeitsverlust. So lassen sich gefährliche Situationen und vermeidbare Unfälle frühzeitig erkennen.

Die Sicherheit der Bonfire hängt von regelmäßiger Inspektion, korrekter Einstellung, ausreichender Schmierung und einer passenden Wartung ab. Die folgenden Hinweise sind eine praktische Orientierung. Für die genaue Fahrzeugvariante gelten zusätzlich die jeweiligen Vorgaben aus dem Handbuch und die dort genannten Wartungsintervalle.

Wartungstabelle und Wartungsintervalle

Die Wartung wird nach jeder Fahrt sowie nach Betriebsstunden und Zeitintervallen durchgeführt. Die konkrete Zuordnung kann je nach Modellstand und Fahrzeugvariante abweichen; wenn das Handbuch für einen Punkt ein kürzeres Intervall vorgibt, gilt immer dieses.

PrüfpunktIntervall
Spiegel ausrichten und sicheren Sitz prüfenVor jeder Fahrt
Beleuchtung, Blinker sowie Rück- und Bremslicht prüfenVor jeder Fahrt
Hupe auf Funktion prüfenVor jeder Fahrt
Reifendruck und sichtbare Reifenschäden prüfenVor jeder Fahrt
Drehmoment an Gabel, Achsen, Lenker und Federung prüfenRegelmäßig nach Wartungsplan: 10 bzw. 20 Betriebsstunden oder 6 Monate
Felgen, Speichen und Bremsscheiben auf Schäden beziehungsweise korrekten Zustand prüfenRegelmäßig nach Wartungsplan
Bremsbeläge, Bremsflüssigkeit und Bremsschläuche prüfenRegelmäßig nach Wartungsplan
Vorderradlager und Schrauben an den Bremsscheiben prüfenRegelmäßig nach Wartungsplan
Fußrasten, Batteriekasten, Rahmen und Schwinge prüfenRegelmäßig nach Wartungsplan
Kabelbaum und Batterieanschlüsse prüfenRegelmäßig nach Wartungsplan

Räder und Reifen

Der im Handbuch genannte Reifendruck beträgt 230 kPa beziehungsweise 2,3 bar. Prüfe vor dem Aufpumpen, ob dieser Wert zu deiner Reifen- und Fahrzeugvariante passt. Kontrolliere außerdem regelmäßig die Speichen und stelle sicher, dass keine Speiche verbogen oder lose ist.

  • Prüfe, ob beide Reifen den vorgesehenen Druck haben.
  • Kontrolliere das Reifenprofil; als Handbuch-Prüfwert werden mindestens 3 mm genannt.
  • Suche nach Rissen, Schnitten, Fremdkörpern und anderen Beschädigungen.
  • Prüfe Felgen und Speichen auf Verformungen und Schäden.
  • Stelle sicher, dass alle Speichen gleichmäßig und ausreichend gespannt sind.
  • Kontrolliere, ob die Bremsscheiben gerade und unbeschädigt sind.
  • Prüfe, ob die Vorderachse korrekt angezogen ist.
  • Prüfe, ob die Hinterachse korrekt angezogen und das Hinterrad richtig eingestellt ist.

Bei Spiel, sichtbaren Schäden, einer verbogenen Felge oder unsicherem Achs- beziehungsweise Speichenzustand solltest du nicht weiterfahren, sondern das Rad fachkundig prüfen lassen.

Bremsen

Prüfe die vorderen und hinteren Bremssättel sowie deren Halterungen auf Beschädigungen. Die Bremsbeläge dürfen nicht so weit abgenutzt sein, dass die Verschleißgrenze erreicht ist. Kontrolliere außerdem durch das Sichtfenster am Bremsflüssigkeitsbehälter, ob ausreichend Bremsflüssigkeit vorhanden ist.

Führe vor der Fahrt einen vorsichtigen Bremstest durch. Die Vorder- und Hinterradbremse müssen zuverlässig und gleichmäßig arbeiten. Ein schwammiger Druckpunkt, ungewöhnliche Geräusche, eine beschädigte Leitung, zu wenig Bremsflüssigkeit oder eine sichtbare Undichtigkeit sind Gründe, die Bonfire stehen zu lassen und die Bremsanlage fachkundig prüfen zu lassen.

Vor der ersten Diagnose

  1. Fahrzeugvariante, Baujahr und den genauen Fehler notieren.
  2. Fotos von Steckern, Kabelwegen, Bauteilkennzeichnungen und Einbausituation anfertigen.
  3. Vorhandene Sicherungen, Schalter und sichtbare Beschädigungen nur im spannungsfreien und sicheren Zustand prüfen.
  4. Maße, Teilenummern und Stecker nicht aus einem ähnlichen Marktplatzartikel übernehmen.

Ein historischer Wartungshinweis nennt eine Erstinspektion nach 12.000 km oder zwei Jahren und danach weitere Intervalle von 12.000 km. Das ist als historische Dokumentationsspur zu verstehen und ersetzt keinen fahrzeugspezifischen Wartungsplan.

Akku nicht erkannt

Wenn ein Akku nicht erkannt wird, darf das nicht automatisch als Bluetooth- oder Anzeigeproblem behandelt werden. BMS-, Zellspannungs-, Steckverbindungs- und Wasserschäden sind mögliche Ursachen. Bei Wärme, Geruch, Feuchtigkeit oder auffälligen Zellspannungen nicht weiterladen und eine Fachwerkstatt einschalten. Eine passende Reparaturhilfe zu Akku und BMS erklärt den sicheren Kurzablauf und die ausführliche Prüfung.

Sicherheitskritische Arbeiten an Akku, Hochvolt, Bremsen, Fahrwerk und Antrieb gehören in qualifizierte Hände.
open knowledge

Wissens-Steckbrief

Version 2026-10-07
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